Pape
[ᾰῠ] (ὁ), b. Ael. n.an. 6.43 auch im plur. Λαβύρινθοι, in EM s.v. αἱ Λαβύρινθοι, Steinhagen, d.i. Steingehege, Steinwirre (s. Hesych. u. EM, vgl. mit Welcker Aesch. Stil, S. 212 von λαϜ, anders Suid.):
1) ein großes Gebäude in der Nähe von Arsinoe in Mittelägypten, nach Her. 2.148, D.Sic. 1.61, Syncell. 69 c, ein Grabmonument nach Demot. b. Plin. 36.13.19, eine Residenz nach Strab. 17.811, vergl. mit 786 ein Ort zu Zusammenkünften der einzelnen Nomen mit 8000 Gemächern, von denen sich die Hälfte unter der Erde befand. Mel. 1.9.5., Isid. origg. 15.2.36 u. die oben angeführten Stellen.
2) ein ähnliches, vielleicht bloß mythisches (s. Theophyl. Simoc. praef.hist. Maur. p. 34 ed. Ingolst.) großes Gebäude mit vielen Irrgängen bei Knossus in Kreta, welches Daedalus erbaut haben soll, Call. h. 4.311, Strab. 10.477, D.Sic. 1.61, Paus. 1.27.10, Apd. 8.1.4, 15.8.9, Plut. Thes. 15, 16, 19, Ael. n.an. 6.43, D.Chrys. 71 p. 626, Zen. 4.92, EM, Philostr. v.Apoll. 4.84, Ov. met. 8.155, Virg. Aen. 5.588, 6.27, Hyg. f. 40, Plin. 36.13.19.
3) das riesige Grabmal des Porsenna bei Clusium, Plin. 36.13.19.
4) die zyklopischen Labyrinthe bei Nauplia, Strab. 8.369.
5) jeder aus verwickelten Gängen bestehende Bau im Gestein, dah. Meergrotten, Suid., Hesych. u. übertr. Irrgarten u. vielfach verschlungene Produkte, Themist. 8 p. 114, s. Lex., dah. Bezeichnung des Gedichts von Lycophron, Anth. 9.191 u. einer Schrift des Caius, Phot. bibl., u. Name eines Tanzes, Luc. salt. 49, Plut. Thes. 21.
6) Beiname des Stoiker Diphilus, Luc. conv. 6.
Pape, Griechisch-deutsches Handwörterbuch (3. Aufl., 1914)