Bailly
ου (ὁ) [ᾰ] I cottabe,
jeu d’origine sicilienne et très en vogue dans les parties de plaisir des jeunes Athéniens ; il consistait d’ord. à jeter le reste d’une coupe de vin dans un bassin de métal, en invoquant le nom de l’être aimé ; si le jet produisait un son vibrant, c’était signe d’un amour partagé, ATH.
667 c ; SCH.-AR.
Pax 342 ; II p. ext. : 1 reste de vin jeté au jeu du cottabe, EUR.
fr. 632 ; 2 bassin pour jouer au cottabe, EUP.
2-1, 454 Meineke ; ANTIPH. (
Com. fr. 3, 29) ;
3 prix du vainqueur au jeu du cottabe, EUP.
2-1, 454 Meineke.
Étym. pré-grec.
Bailly 2020 Hugo Chávez Gérard Gréco, André Charbonnet, Mark De Wilde, Bernard Maréchal & contributeurs / Licence Creative Commons Attribution - Pas d'Utilisation Commerciale - Pas de Modification — « CC BY-NC-ND 4.0 »
LSJ
ὁ, Ion. and older Att. κόσσαβος (A. Fr. 179.4 (pl.), E. Fr. 631 (pl.)), the cottabos, a Sicilian game (Anacr. 53, Critias 2.1 D.), of throwing heel-taps into a metal basin, described by Ath. 15.665d sqq., Sch. Ar. Pax 342, 1243, Poll. 6.109, Suid. s.v. κοτταβίζειν ; κ. is found in various senses, the game itself, Anacr. l.c., Critias l.c., Pl.Com. 69.4, etc.
the prize, = κοτταβεῖον 2, Eup. 86, cf. Ath. 15.667d.
the wine thrown, = λάταξ, E. l.c., Antiph. 55.5.
the basin, = κοτταβεῖον 1, Cratin. 116, Eup. l.c., Antiph. 55.12. (κότταβος ἀσπίδων is prob. f.l. for κόναβος Anon. Rh. 3.210S.)
Liddell-Scott-Jones, Greek-English Lexicon (9th ed., 1940)
Pape
ὁ (κόπτω ?), der Kottabus, ein Gesellschaftsspiel bei Trinkgelagen, welches aus Sizilien nach Griechenland gekommen war u. darin bestand, daß man die Neige Weines im Becher, aus dem man getrunken, tropfenweis od. mit einem Wurf in ein metallenes Gefäß schwenkte u. dabei an einen geliebten Gegenstand dachte, auch dessen Namen aussprach ; aus dem Klange schloß der Liebende auf die Zuneigung des geliebten Gegenstandes ; es kam dabei bes. darauf an, die Neige Weins so geschickt zu schleudern, daß kein Tropfen vorbeifiel, sondern das Ganze in das Becken fallend einen reinen, vollen Ton gab, vgl. Ath. XV.666c ff. u. XI.479, wie Poll. 6.110. Die Neige, welche geworfen wurde, hieß λάταξ u. λαταγή, zuweilen auch κότταβος selbst, das Becken κοτταβεῖον od. κοττάβιον u. λαταγεῖον. – Anders war der von Dicaearch. bei Ath. a.a.O. beschriebene κατακτὸς κότταβος, ein Spiel, für welches Preise ausgesetzt wurden. Ein Becken, mit Wasser gefüllt, hing in der Schwebe von der Decke herab ; auf dem Wasser schwammen kleine Schalen, ὀξύβαφα, die man mit den geschwenkten Weintropfen zu treffen u. umzustürzen suchte ; wer die meisten umstürzte, gewann den Preis, das κοττάβιον ; so nach Poll. a.a.O. u. Schol. Ar. Ach. 524, Nub. 1069. Nach Schol. Luc. Lex. 3 wurde auf der Spitze eines Pfahles ein Waagebalken angebracht, dessen Waagschalen, πλάστιγγας, man mit den Weintropfen treffen mußte, so daß sie gefüllt auf die unter ihnen stehende metallene Figur, ἀνδριαντάριον (vgl. auch μάνης), aufschlugen u. einen hellen Klang verursachten. Es kamen noch andere Abweichungen dabei vor ; vgl. Jacobs über den Kottabos im Att. Mus. 3.3 u. Vermischte Schriften VI p. 407 ff., wie Becker Charikles I p. 476 ff. – Es findet sich auch die Form κόσσαβος bemerkt.
Pape, Griechisch-deutsches Handwörterbuch (3. Aufl., 1914)